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Besserer Mobilfunk auf Schiene

Mittwoch, 15. Februar 2017

Endlich ohne Unterbrechung im Zug telefonieren und surfen. Eine innovative Hochfrequenz-Scheibenlösung von Siemens verbessert den Mobilfunkempfang.


Wer im Zug surfen will, braucht oft viel Geduld. Je nach Netzanbieter liegt die Erfolgsrate beim Surfen selbst bei Hochgeschwindigkeitszügen gerade einmal bei 41 bis 65 %. Fensterscheiben stellen ein Hindernis für guten Funkempfang dar, da deren Beschichtung sowohl Wärme- beziehungsweise Sonnenstrahlen als auch alle sonstigen elektromagnetischen Wellen reflektieren. Bei Hochgeschwindigkeitszügen beträgt die Abschirmung 99,9 %.

Die Idee einer Reduktion der Abschirmung an sich ist nicht neu. Bisherige Lösungen hatten allerdings den Nachteil, dass sie nur in einem schmalen Frequenzbereich gut wirksam waren, während sich in anderen Bereichen die Durchlässigkeit der Scheiben sogar verschlechterte. Forschern von Siemens-Corporate-Technology in Wien ist es gelungen, das Problem durch eine frequenzselektive Beschichtung von Fensterscheiben zu lösen. Bei dieser Lösung sind die Fensterscheiben mit einer elektrisch leitenden, transparenten Schicht aus Metallen oder Metalloxiden versehen. Entlang von Linien in einer speziellen Struktur wird mittels Laser die metallische Beschichtung der Scheibe verdampft. Funksignale in bestimmten Frequenzbereichen können dadurch ungehindert passieren, während Funksignale mit anderer Frequenz gedämpft werden. Die mit dieser Lösung erreichte Reduktion der Abschirmung entspricht einer 50-fach stärkeren Signalleistung in Mobilfunkbändern.



Eray Müller 

 eray.mueller@siemens.com