Konventionelle Zugbeeinflussung (ATP)

Mit Trainguard hat Siemens Systeme für die konventionelle Zugbeeinflussung geschaffen, die modular und universell eingesetzt werden können. Diese Zugbeeinflussungssysteme unterstützen den Triebfahrzeugführer mit einer Vielzahl automatischer Funktionen und verhindern so Personen- und Materialschäden.

Trainguard® ZSI 127: Punk-/Linienförmiges Zugbeeinflussungssystem

Das Zugbeeinflussungssystem Trainguard ZSI 127 überwacht die Zugfahrt mittels dynamischer Bremskurvenberechnung und ist speziell für den Betrieb auf Strecken mit engen Platzverhältnissen ausgelegt.

Die Datenübertragung erfolgt im Paket 44 der Eurobalise und, falls erforderlich, semikontinuierlich durch den Euroloop. Trainguard ZS127 ist streckenseitig kompatibel mit ETCS L1 (LS). Optional können zudem auch Magnetempfänger angeschlossen und die im Schweizer Meterspurnetz weit verbreiteten ZSI/ZST-Strecken Magnete verarbeitet werden.

  • Kontinuierliche Überwachung der Zugfahrt

  • Abfahrverhinderung in Kreuzungs- und Wende-Bahnhöfen mit fehlendem Durchrutschweg dank Euroloop

  • Konfigurierbare Überwachung des Zugschlusses verhindert ein zu frühes Beschleunigen des Zuges

  • Flexible Migrationsmöglichkeiten dank Auswertung der ZSI-/ZST-Magnetinformation im ZSI 127-Fahrzeugrechner

ZUB 262ct: Punkt-/Linienförmiges Zugbeeinflussungssystem

Charakteristik / Merkmale

ZUB 262ct basiert auf der ZUB 200-Systemfamilie. Das ZUB 262ct ersetzt das ZUB121-SBB/BLS-Fahrzeuggerät einschliesslich ETM S21 M. Im Gegensatz zur ZUB 100 sind die Systeme der ZUB 200-Familie zweikanalig aufgebaut (2xx). Das ZUB 262ct-Fahrzeuggerät gibt es in zwei unterschiedlichen Konfigurationen:

  • für Fahrzeuge mit MVB (Multifunction Vehicle Bus)

  • für Fahrzeuge mit DAZ (Daten- und Anzeigegerät) und ZDT (Zugdaten-Terminal)

ZUB 262ct-Fahrzeuggerät im eingebauten Zustand (oberste Zeile Zugsicherung Integra)

Funktionsprinzip

Zugsicherungsdaten werden mit Gleiskoppelspule (GKS), ZUB-Schleife, Eurobalise S21 oder Euroloop S21 von den Gleiskomponenten zu den Fahrzeugeinrichtungen in Übertragungskanälen seriell mit hoher Störfestigkeit zur weiteren Verarbeitung übertragen. Ausserdem werden betriebliche Informationen, wie z.B. Gleiskoppelspulen-Nummern, übertragen. Die Speicherung und Verarbeitung übernimmt das ZUB262ct-Fahrzeuggerät.

Daten- und Anzeigegerät im Führerstand eingebaut

Vorteile/Nutzen

  • Langjährige Betriebserfahrung unter allen klimatischen und betrieblichen Bedingungen, mehrere tausend ZUB-Fahrzeugeinheiten im Einsatz

  • Lange Lebensdauer und geringer Wartungsaufwand, da es keine Verschleissteile gibt

  • Kompatibilität zu bestehenden ZUB-Strecken

  • Kombination von bis zu zwei spezifischen Übertragungskanälen möglich (z.B. Gleiskoppelspulen und Eurobalisen)


Zugsicherung Integra mit Sondenempfang: Punktförmiges Zugsicherungssystem

Charakteristik/Merkmale

Das punktförmige Zugsicherungssystem Integra überträgt mittels Magneten die Signalbegriffe Halt, Warnung und Fahrt. Das System wird an allen Vor- und Hauptsignalen und auf allen Fahrzeugen des Schweizer Normalspurnetzes installiert.

Signum-Gleismagnete

Funktionsprinzip

Unter dem Fahrzeug, in der Gleisachse, ist ein Erregermagnet (Permanentmagnet oder Elektroerregermagnet) angebracht. Wird er über den inneren Gleismagneten bewegt, so induziert dieser eine Spannung. Je nach Signalstellung wird im äusseren Gleismagneten ein gleichsinniges (Warnung), ein gegensinniges (Halt) oder kein Feld (Fahrt) gebildet.

Der Empfänger links unter dem Fahrzeug erkennt mittels Feldsonden dieses Feld. Die Auswertung erfolgt durch eine Elektronikbaugruppe, die in einen Apparatekasten im Fahrzeug eingebaut ist.

Blockschaltbild Integra

Vorteile/Nutzen

  • Bewährtes, zuverlässiges System


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