Elektronisches Stellwerk Simis® W

Trackguard Simis W ist ein elektronisches Stellwerk für Kunden mit vielen Anlagen und standardisierten Betriebsabläufen, wie dies z.B. bei der SBB und weiteren Normalspurbahnen der Fall ist. Trackguard Simis W bietet einen grossen Funktionsumfang und ermöglicht aufgrund hoher Standardisierung kostengünstige Lösungen. Üblicherweise wird es in Anlagen eingesetzt, die höchste Performance erfordern.

Charakteristik/Merkmale

Das elektronische Stellwerk Trackguard Simis W ( Sicheres Mikrocomputersystem von Siemens für den Weltmarkt) ist die Weiterentwicklung des bewährten eSTW Simis-C und bildet die aktuelle Generation elektronischer Stellwerke von Siemens Mobility.

Die Systemarchitektur von Simis W ermöglicht es, Stellwerkssysteme aus einzelnen, überschaubaren Elementen zu konfigurieren. So lassen sich kleine Stellwerke mit wenigen Stelleinheiten bis hin zu grossen Anlagen mit bis zu 1000 Stelleinheiten realisieren.

Die Rechner des elektronischen Stellwerks Simis W sind nach dem bewährten Simis-Prinzip in 2-von-3-Konfiguration aufgebaut.

  • Basierend auf dem Spurplan-Prinzip

  • Hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit

  • Standardisierte Systemplattform

  • Elektronisches Stellwerk mit signaltechnisch sicherer Informationsverarbeitung nach dem bewährten SIMIS-Prinzip in 2-von-3-Konfiguration

  • Sicherheitslevel SIL 4

  • Hohe Skalierbarkeit

  • Geeignet für kleine Stellwerke mit wenigen Stelleinheiten bis hin zu grossen Anlagen

Lageplan mit verschiedenen Aussenelementen
Grafik: Lageplan mit verschiedenen Aussenelementen

Elementverbindungsplan von Stellwerkselementen
Grafik: Elementverbindungsplan von Stellwerkselementen

Vorteile/Nutzen

Simis W-Vorzüge auf einen Blick

  • Höchste Sicherheit (SIL 4 nach CENELEC)

  • Hohe Verfügbarkeit (2-von-3-Konfiguration)

  • Prozessgerechtes Echtzeitverhalten

  • Anwendung formalisierter Funktionsspezifikationen

  • Hohe Wirtschaftlichkeit durch massgeschneiderte Lösungen

  • Berücksichtigung der betriebs- und sicherungstechnischen Vorschriften der Bahnbetreiber

  • Zentralisierte und dezentralisierte Architekturen realisierbar

  • Integration vorhandener Subsysteme und Elemente der Aussenanlage

  • Einsatz aktueller Technologien in allen Komponenten

  • Wartungsfreie Rechnerkomponenten

  • Kompakter Aufbau

  • Standardisierte Systemschnittstellen ermöglichen zukünftige Modulinnovationen


Wirtschaftlichkeit

  • Kostenreduzierung durch Einsatz der Systemplattform und darauf abgestimmter Entwicklungswerkzeuge

  • Effizienter Betrieb

  • Geringer Aufwand für Infrastrukturmassnahmen

  • Geringer Prüfaufwand durch einmalig geprüfte Funktionsmodule
    (generische Zulassung der Betriebslogik und anlagenspezifische Projektierungsdaten)

  • Niedrige Betriebs- und Instandhaltungskosten

  • Geringe Ersatzteilhaltung durch Einsatz von Standard-Hardware

  • Containeraufbau möglich (im Werk bestückt und vorgeprüft)

  • Minimierte Hardware, u. a. durch Verwendung integrierter Stellteile


Sicherheit

  • Erfüllung der CENELEC-Vorgaben für die Anwendung bei Eisenbahnen

  • Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit

  • Hohe Zuverlässigkeit der eingesetzten Hardware

  • Hohe Verfügbarkeit durch 2-von-3-Konfiguration


Flexible Konfiguration

  • Dank Spurplanprinzip einfache Realisierung komplexer Gleisgeometrien

  • Systemkonzept erlaubt die Realisierung von Knoten- und Streckenstellwerken

  • Anschluss an vorhandene - auch kundeneigene - Systeme und Komponenten

  • Standardisierte Systemschnittstellen gewährleisten Offenheit für Modulinnovationen


Instandhaltung

  • Auslegung des Systemdesigns auf Wartungsarmut (Entfall der elektromechanischen Komponenten durch Umstellung auf Rechnertechnik sowie Reduzierung der Hardware durch Höchstintegration)

  • Reduzierter Instandhaltungsaufwand durch Einsatz hoch zuverlässiger Hardware

  • Effiziente Instandhaltung durch Diagnose- und Instandhaltungssysteme für Online- und Ferndiagnose


Projekte

Realisierte Projekte in der Schweiz:

  • Mendrisio
    Inbetriebnahme 2011

  • Basel RB I
    Inbetriebnahme 2011

  • Genève-La Praille
    Inbetriebnahme 2011

  • Oerlikon
    Inbetriebnahme 2011

  • Nesslau
    Inbetriebnahme 2010

  • Suhr
    Inbetriebnahme 2010

  • Lichtensteig
    Inbetriebnahme 2009

  • Wattwil
    Inbetriebnahme 2008

  • Stein-Säckingen-Laufenburg
    Inbetriebnahme 2007

  • Niederweningen
    Inbetriebnahme 2007

  • Vauderens
    Inbetriebnahme 2007

  • Buchs SG
    Inbetriebnahme 2007

  • Gilly-Bursinel
    Inbetriebnahme 2006

  • Lausen-Sissach
    Inbetriebnahme 2006

  • Walenstadt-Mühlehorn
    Inbetriebnahme 2005

  • La Chaux-de-Fonds (Neuchâtel - Le Locle)
    Inbetriebnahme 2004

  • weitere Projekte sind in Planung


Einsatz Simis W im Ausland (Inbetriebnahme bereits erfolgt oder steht kurz bevor):

  • Deutschland (unter dem Namen Simis D)

  • England

  • Holland

  • Polen

  • Rumänien

  • Serbien

  • Slowakei

  • Slowenien

  • Syrien