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Am 6. Juli erwirbt Siemens & Halske, Berlin, das gesamte Aktienkapital der Protos- Telephonwerke AG, Zürich- Albisrieden. Der neue Name lautet seit 1924 "Telephonwerke Albisrieden AG".

 
 

Siemens & Halske, Berlin, kauft die Telephonwerke Protos AG zum Preis von 800'000 Schweizer Franken.

Mit dieser Übernahme kommt Siemens einem Wunsch der schweizerischen Behörden nach einer Produktionsstätte im Lande entgegen, um damit nicht zuletzt Arbeitsplätze zu schaffen. Deshalb fällt die Entscheidung, neben der reinen Vertriebstätigkeit auch eine Fertigungsstätte in der Schweiz einzurichten. Neben der Fernmeldetechnik ist das Unternehmen nun auch in der militärischen Nachrichtentechnik aktiv. Beschäftigt werden, zwei Jahre nach der Übernahme, bereits 150 Personen.

 
 

Die gefertigten Produkte werden durch das Vertriebsnetz der Siemens Elektriziätserzeugnisse AG (SEAG), Abteilung S & H, in der ganzen Schweiz vertrieben.

 
 

Die Firma Protos AG wurde am 31.12.1913 in Glarus gegründet. Zu Beginn der 20er Jahre hatte die Firma grosse finanzielle Probleme: Die Aufträge enthielten zumeist kleine Stückzahlen. Alle Einzelteile wurden selbst hergestellt, einschliesslich der Werkzeuge, die zur Produktion notwendig waren.Bei der Übernahme durch Siemens zählte das Unternehmen etwa 60 Mitarbeiter.

 
 

Die Firma verfügte damals noch über eine eigene Metallgiesserei und ein Presswerk und stellte z.b. während des 1. Weltkrieges Munition für die kriegführenden Nationen her.

Die Mitarbeiter wurden nach Stunden-, Wochen- und Monatslöhnern, sowie nach Beamten und Oberbeamten eingeteilt.

Hergestellt wurden Telefonapparate, Telefonzentralen, Personensuch- und Lichtsignalanlagen. Einige Teile (z.b. Drehwähler) wurden teilweise von Siemens in Deutschland geliefert.