Sinorix Silent Extinguishing Technology:
geräuscharm löschen in Rechenzentren

Dienstag, 13. November 2012

Um mögliche lärmbedingte Schäden an Festplatten während einer Löschung mit Gaslöschanlagen zu verhindern, hat Siemens die „Sinorix Silent Extinguishing Technology“ entwickelt. Diese löscht Brände in Rechenzentren nicht nur schnell und zuverlässig, sondern zeichnet sich insbesondere durch eine vergleichsweise geräuscharme Löschung aus. Die Sinorix Silent Extinguishing Technology setzt sich aus der neuen Löschdüse Sinorix Silent Nozzle sowie der druckregulierten Löschanlage Sinorix CDT zusammen und eignet sich sowohl für Neuinstallationen als auch für die Modernisierung bestehender Anlagen.


Das Design der Sinorix Silent Nozzle ist so ausgelegt, dass während der Löschung der Geräuschpegel auf einem vergleichsweise niedrigen und damit für Festplatten ungefährlichen Niveau bleibt – ohne dabei die Löschmittelverteilung zu beeinträchtigen. Zudem wird der Gasausstoss und somit der Schall in eine vordefinierte Richtung gelenkt, was zusätzlich eine lärmbedingte Beeinträchtigung der Festplatten vermeidet. Die Sinorix Silent Nozzle ist in drei Grössen erhältlich und kann sowohl an der Decke als auch an Wänden montiert werden.

Sinorix CDT (Constant Discharge Technology) ist eine regulierte Löschanlage mit den natürlichen Löschgasen Stickstoff (N2) oder Argon (Ar) als Löschmittel. Die Sinorix-CDT-Technologie besteht aus einem Behälterventil mit druckregulierender Funktion, die das Gas mit konstantem Massenstrom über die gesamte Flutungszeit im Löschbereich freisetzt. Dies verhindert die Massenstromspitze zu Beginn der Auslösung und verringert somit den maximalen Geräuschpegel. Dank des konstanten Massenstroms lässt sich der Querschnitt der Rohre kleiner als bei konventionellen, unregulierten Löschanlagen auslegen. Zudem kann die Grösse der Druckentlastungseinrichtung um bis zu 70 Prozent reduziert werden.

Natürliche Löschgase wie Stickstoff und Argon löschen durch Sauerstoffverdrängung (Inertisierung). Sie hinterlassen keine Rückstände und verhalten sich elektrisch neutral. Daher verursachen diese Gase keine Schäden an Maschinen oder Anlagen und sind sowohl für Menschen als auch für die Umwelt ungefährlich.Die Kombination der Sinorix Silent Nozzle mit Sinorix CDT und einiger flankierender Massnahmen wie die korrekte Platzierung der Löschdüsen und die Verlängerung der Flutungszeit von 60 auf 120 Sekunden bringt eine Reduktion des Geräuschpegels unter den für Festplatten kritischen Wert.

Gaslöschanlagen mit der Sinorix Silent Extinguishing Technology erreichen dieselbe Löscheffizienz wie eine herkömmliche Anlage und entsprechen den geltenden Regularien. Die Sinorix Silent Extinguishing Technology eignet sich sowohl für Neuinstallationen als auch für die Modernisierung von bestehenden Anlagen.

Hintergrundinformation
Rechenzentren und Serverräume stehen im Mittelpunkt der heutigen Geschäftswelt. Rund 35 Millionen Server verarbeiten weltweit eine ständig wachsende Datenmenge. Gleichzeitig haben Rechenzentren ein hohes Brandrisiko, da hier gleich zwei Risikofaktoren vorliegen: Elektrizität als mögliche Zündquelle und reichlich brennbares Material wie beispielsweise Kunststoffe in Leiterplatten. Die komplexe Verkabelung, vor allem in Zwischenböden, erhöht das Brandrisiko zusätzlich. Entsprechend wichtig ist der Einsatz geeigneter Gaslöschanlagen.

Technologische Studien zeigen, dass Festplatten in seltenen Fällen durch Gaslöschanlagen gestört und äusserst selten sogar zum Ausfall gebracht werden können. Siemens-interne ebenso wie unabhängige Untersuchungen zeigen, dass dies auf den relativ hohen Geräuschpegel zurückzuführen ist, den eine konventionelle Gaslöschanlage bei der Flutung des Raums erzeugt.Einer Studie des Versicherungsunternehmens HDI-Gerling zufolge sind Firmen bei einem Totalausfall ihrer IT-Infrastruktur innerhalb von fünf Tagen komplett handlungs- und betriebsunfähig. Bei Banken oder Handelsunternehmen ist dies statistisch gesehen sogar schon innerhalb von zwei bis zweieinhalb Tagen der Fall. Die Kosten eines IT-Totalausfalls können mehrere hunderttausend Dollar erreichen – pro Stunde.