Urbi et Orbi et Siemens

Dienstag, 22. April 2014

Zum Osterfest erteilte der Papst auf dem Petersplatz in Rom Millionen Menschen vor Ort und an den Bildschirmen daheim seinen traditionellen Ostersegen. Was die Wenigsten wissen: Hinter den Kulissen ist im Vatikan jede Menge Siemens-Technik im Einsatz. Und das schon seit 1932.


“Urbi et Orbi" hiess es am Ostersonntag wieder in Rom. Der Papst erteilte wie jedes Jahr seinen traditionellen Ostersegen und Millionen Augen waren auf den Petersplatz gerichtet. Was die Wenigsten wissen: Hier residiert ein besonderer Partner von Siemens: „Der Vatikan ist einer unserer besten Kunden“, sagt Standortleiter Stefano Andreotti. Und zwar seit 1932. Damals wurde das erste Kraftwerk installiert, feierlich eröffnet von Papst Pius XI. Zum Schutz der einmaligen Kunstschätze wurden 1986 erstmals Brandmelder installiert, später folgte die gebäudetechnische Ausstattung im Gästehaus der Kardinäle.

Brandmelder und Wärmeregler überwachen seit 1999 das Gästehaus Domus Sanctae Marthae und den Sitz der päpstlichen Zeitung. 2001 sind es bereits mehr als 90 Zentralen und 2000 Brandmelder mit Spezialausstattung, die die unschätzbaren Kulturgüter in den Vatikanischen Museen schützen. Heute sind alle Brandschutzanlagen in einem einzigen Netz zusammengefasst. Somit kann – in Zusammenarbeit mit den Technikern des Vatikans – das gesamte Staatsterritorium, Weltkulturerbe der UNESCO seit 1984, überwacht werden. Verbunden ist das auf Glasfasertechnik basierende Netzwerk mit dem Überwachungssystem MM8000 von Siemens, das direkt an die Anlagen der Vatikanischen Feuerwehr meldet. Kontinuierlich findet eine Modernisierung der gebäudetechnischen Systeme statt.

Mit dem Gebäudeautomatisierungssystem Desigo Insight steuert und kontrolliert Siemens-Technik auch alle technischen Anlagen in der Apostolischen Bibliothek, im Domus Sanctae Marthae, in der Vatikanbank und der Wärmezentrale für den ganzen Staat. „Bei der Verlegung von Kabeln oder dem Anbringen von Sensoren muss immer auch auf die Ästhetik geachtet werden, wie etwa in der Sixtinischen Kapelle“, sagt Andreotti. Für die Brandmelder waren spezielle Lösungen erforderlich, damit sie nicht auf Weihrauch reagieren.