Widerstandsfähige Infrastruktur für Städte

Montag, 13. Januar 2014

Der Klimawandel bringt immer stärkere Unwetterphänomene mit sich. In Ballungsräumen wie Städten kommt es daher zu riesigen Schäden. Um die bestehende Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen, braucht es innovative und intelligente Lösungen wie zum Beispiel Gebäudemanagement-Systeme von Siemens.


Extreme Wetterphänomene werden künftig immer häufiger und heftiger auftreten: Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war die Anzahl grosser Naturkatastrophen doppelt so hoch wie in den 1980er Jahren, geben die Vereinten Nationen an. Experten sehen einen Grund dafür im Klimawandel, gleichzeitig aber auch in einer wachsenden Weltbevölkerung, die sich zunehmend in Städten ballt. Denn gerade weil so viele Menschen in Städten leben, haben wetterbedingte Schäden hier einen besonders starken, negativen Effekt. Der Wirbelsturm „Sandy“ zum Beispiel verursachte im Herbst 2012 Schäden von rund 50 Milliarden US-Dollar, zu einem grossen Teil in der Metropolregion New York. Weltweit beliefen sich die Schäden durch Naturkatastrophen im vergangenen Jahr auf rund 160 Milliarden US-Dollar.

Nun lassen sich extreme Wetterphänomene nicht verhindern. Aber man kann mit ihnen rechnen, man muss es sogar. Für eine Stadt heisst das, die bestehende Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen, was gleich zwei positive Effekte mit sich bringen kann: Investitionen in eine robuste Infrastruktur schützen nicht nur vor Schäden, sie erhöhen im gleichen Zuge auch die Sicherheit sowie die Kosten- und Energieeffizienz.

Ein Rechenbeispiel: Die Reparaturkosten für das Elektrizitätsnetz in New York könnten sich in den kommenden 20 Jahren auf bis zu 3 Milliarden US-Dollar summieren. Würde diese Summe in Schutzmassnahmen sowie Technologien investiert, die die Netze robuster, flexibler und intelligenter machen, würden nicht nur die Schäden um bis zu 2 Milliarden US-Dollar reduziert, sondern gleichzeitig auch Effizienzgewinne von rund 4 Milliarden US-Dollar erzielt.

Eine Win-Win-Situation, für die Siemens Lösungen wie intelligente und sichere Stromnetze, Verkehrs- und Evakuierungsmanagement oder Gebäudemanagement-Systeme bereithält. Um Städte widerstandsfähiger zu machen, aber auch, um sich während und nach einer Krise schneller zu erholen. Denn wie das Wetter kennt auch eine daraus resultierende Krise keine Grenzen: Die sechs Monate andauernde Flut in Thailand 2011 betraf nicht nur 13 Millionen Menschen und setzte unter anderem 14 000 Fabriken unter Wasser, sie hatte auch weltweite Auswirkungen: Global stieg der Preis für Festplatten im Zuge der Überschwemmungen um bis zu 40 Prozent, weil die Produktion eingestellt werden musste.