Neues Verwaltungsgebäude für die OMPI in Genf

Im September 2011 wurde das neue Verwaltungsgebäude der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (OMPI/WIPO) in Genf eingeweiht. Es zählt ca. 500 Arbeitsplätze. Das vom Stuttgarter Architekturbüro BEHNISCH ARCHITEKTEN realisierte Projekt ist mit neuesten Sicherheitsmerkmalen und Systemen zur Gebäudesicherung der Firma Siemens ausgestattet.

Elf verschiedene Blautöne gestalten die Fassade des neuen OMPI-Gebäudes.

Bis dieses Jahr waren die etwa 500 Mitarbeitenden der OMPI auf verschiedene Gebäude an der Place des Nations verteilt. Mit dem im September 2011 eingeweihten neuen Gebäude kann die OMPI künftig alle Mitarbeitenden an einem Standort vereinen - rund um den vom Genfer Architekten Pierre Braillard konzipierten und über 13 Etagen reichenden "Arpad Bogsch".

Nah bei der Natur

Das zentrale Atrium.

Die Gebäudefassade ist in elf verschiedenen Blautönen gestaltet und erinnert damit an den symbolhaften Arpad Bogsch-Turm sowie an die UNO und deren Organe. Im Inneren umfasst das grosse, quaderförmige Gebäude drei Atrien, die ein jeweils unterschiedliches Ambiente bieten. Das über die Dachkonstruktion einströmende Licht durchflutet die grossen Räume. Innengärten gewähren der Natur Einlass und die im Boden aufgenommenen Grüntöne verstärken den Eindruck von Frische. Neben den Büros der Mitarbeitenden und den Sitzungsräumen sind im neuen Gebäude noch eine Cafeteria und die Bibliothek der OMPI sowie unterirdische Parkflächen untergebracht.

Höchste Sicherheitsstandards

Die Flure zu den Büros sind durch Brandschutzmelder und Sprinkleranlagen geschützt.

Die Sicherheit des Gebäudes wird durch Systemlösungen von Siemens gewährleistet und entspricht den UNO Sicherheits- und Sicherungsstandards für Hauptsitze (Headquarters Minimum Operating Security Standards oder MOSS/HMOSS), im Rahmen derer die Sicherheits- und Sicherungsempfehlungen für die UNO und deren Sonderorgane, beispielsweise die OMPI/WIPO, enthalten sind. Neben der Videoüberwachung SINVR von Siemens wird die Sicherheit durch das über Ausweis und biometrische Daten funktionierende Zutrittskontrollsystem SIPASS gewährleistet, im Verbund mit der Einbruchmeldezentrale GUARTO 3000, der Brandmeldezentrale mit den Siemens-Zentralen FC2040 sowie den Bedienterminals FT2040. Eine Sprinkleranlage sichert die Brandlöschung.

Das OMPI/WIPO, ein Schlüsselorgan der UNO

Das neue Gebäude wurde vom Stuttgarter Architekturbüro Behnisch Architekten entwickelt.

Die Weltorganisation für Geistiges Eigentum (OMPI/WIPO) ist ein Sonderorgan der Vereinten Nationen. Ihre Aufgabe ist es, ein international ausgewogenes, zugängliches System für geistiges Eigentum zu schaffen, das Kreativität unterstützt, Innovation fördert und unter Wahrung allgemeiner Interessen zur wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt. Von den 184 UN-Mitgliedstaaten erhielt die OMPI das Mandat, den Schutz geistigen Eigentums weltweit durch zwischenstaatliche Kooperation und Zusammenarbeit mit anderen Akteuren zu fördern.

Die Aktivitäten der OMPI lassen sich generell in drei Kategorien unterteilen: (1) Progressive Entwicklung des internationalen Rechts für geistiges Eigentum, (2) Programme zur Stärkung von Kompetenzen im Zusammenhang mit geistigem Eigentum, die (vor allem in den Entwicklungsländern) eine effiziente Nutzung von geistigem Eigentum begünstigen und (3) Serviceleistungen für Unternehmen, die darauf abzielen, den gleichzeitigen Erhalt geistiger Eigentumsrechte in mehreren Ländern zu erleichtern und die Mechanismen für die aussergerichtliche Regelung von Streitfällen im Privatsektor vorschlagen.

Sitz der Weltorganisation für Geistiges Eigentum ist Genf.
Generaldirektor seit dem 1. Oktober 2008 ist der Australier Francis Gurry.

11.04.2012 | Author: Frédéric Burnand